Annapurna Base Camp – Leben fühlen

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Annapurna Base Camp – Leben fühlen….

Atemberaubend, Wahnsinn, Erschlagend, Unbeschreiblich… es fehlen einem fast schon die Worte, wenn man versucht das Gefühl zu beschreiben wenn man „oben“ ist. Annaporna rockt!

 

Acht Tage Trekking – Ausgangspunkt war Pokhara – ihr erinnert euch – es war eine meiner Top Sieben in Pokhara!

Es gibt unzählige Routen die du in Nepal wählen kannst – höher, weiter… ich habe mich für den Annapurna Base Camp Trek entschieden – let’s head to ABC!

Pokhara – Nayyapul mit dem Bus – dann wurden die Rücksäcke aufgesetzt!

Gyan, Sudarshan und ich hatten acht Tage vor uns – acht Tage auf und ab, Sonnenschein, Dauerregen, Kälte, Schnee – es war alles dabei!

Am ersten Tag ging es ganz langsam los – ein paar Stunden den Fluss entlang, ein bisschen hoch, ein paar Schritte runter und schon waren wir im ersten Guesthouse des Treks. Es war ein sanfter Beginn könnte man behaupten :)

Es war direkt die unglaublich schöne Natur die einen fesselt – der Flusslauf mit seinen kleinen Pools die zum Baden einladen, die unzähligen bunten Blumen am Wegesrand – die Kamera stand nicht still.

Tausende von Stufen – Treppensteigen mal anders

Annpurna Base Camp - Stufen nach oben
3500 Stufen…und es wurden noch mehr

 

Von Tikhedhungga ging es dann weiter hoch nach Ghorepani, 7 Stunden durch strömenden Reen und eisig kalte Winde – eine echte Herausforderung. Und dann frage ich, wer diese unendlich scheinenden Stufen für den Aufstieg da zu verantworten hat – der Wahnsinn!

Alles nur um Abends in einer kleinen Hütte mit einem Ofen in der Mitte zu sitzen, an dem rund 15 Personen versucht haben sich warme Füße und trockene Klamotten zu holen.

Doch alle Schönheit ist jedoch oft mit kleinen Rückschlägen versehen – so musste unser Sonnenaufgang auf Poon Hill, ein Highlight des Treks, am folgenden Morgen wegen einer Schlechtwetterfront ausfallen.

Etwas später am Tag waren die Regenwolken verzogen und man hatte das erste Mal den Blick auf das Annapurna Massiv – während es bei uns unten geregnet hatte, fiel weiter oben Schnee – alles gepudert!

 

Die Tage vergingen. Tausende von Stufen – auf und ab. Das ist Nepal – wenn wir sagen wir laufen „hoch ins ABC“ ist das automatisch mit einem steten auf und ab verbunden, hätte mir das mal einer vorher gesagt :)

Es ging immer weiter rauf – Tag 5 brachte uns auf 3230 Meter – und die größte Herausforderung stand uns an Tag 6 bevor – dachte ich… knapp 1000 Höhenmeter nach oben.

Annapurna Base Camp
Die letzten Meter zum Base Camp…

 

Es war nicht so anstrengend wie gedacht, aber es war wunderschön – wenn ihr euch für den Annapurna Basecamp Trek entscheidet, freut euch auf diesen Tag, wen ihr von Deurali über das MBC das ABC erreicht. Wir hatten gegen Mittag die Schneegrenze passiert und dann stand ich vor dem Schild „Welcme to Annapurna Base Camp“ – die zuvor war ich auf über 4000 Metern gewesen – das Fliegen und Fallschirmspringen mal ausgenommen :)

Und dann stehst du da, machst dieses eine Foto, das alle Touristen machen – der Beweis, es nach oben geschafft zu haben. Und plötzlich vernimmst du ohrenbetäubendes Grollen „Avalanche“! Vom Annapurna Süd, dem 7219 Meter hohen „kleinen“ Nachbarn des 8091 Meter hohen Annapurna 1, suchte sich eine riesige Lawine den Weg nach unten. Ein eindrucksvolles Schauspiel, das wir nur in Ruhe genießen konnte da wir wussten „da passiert niemandem etwas.“

 

Wie in einer anderen Welt – wie klein der Mensch wirklich ist

Und dann bist du oben, erkundest diesen fast schon mystischen Ort – umgeben von 6000- 7000 und 8000ern, in einem Kessel „gefangen.“ Zwischendrin eine Landschaft, die dich auf einen anderen Planeten denken lässt. Einfach nur eindrucksvoll.

 

 

Hier oben nimmt man die Natur mit voller Kraft wahr – die Luft so unglaublich rein, die Stille nur von zwischenzeitlichen Geröllabgängen und kleineren Lawinen unterbrochen.

Der Blick schweift immer wieder nach oben – der Mund bleibt offen – Staunen. Wie klein man sich doch auf einmal fühlt!

Und dann sitzt du Abends bei -10 Grad stolz in der Hütte, freust dich, dass du es nach oben geschafft hast und genießt wie wohlige Wärme die der Gasbrenner unter dem Tisch erzeugt. Oben Mütze, Schal, dicke Jacke – unten Shorts – ein bizarres Bild.

Der nächste Morgen – Sonnenaufgang – Poon Hill ist vergessen. Die Gipfel sind in rot gehüllt, der Talkessel scheint zu erwachen, was ein Schauspiel!

 

Sonnenaufgang
…ein neuer Tag beginnt…

 

Und dann kam der tatsächlich härteste Teil des ganzen Abenteuers – 10 Stunden nach unten – und immer wieder nach oben. Am Ende des Tages standen 24 Kilometer und über 3500 Höhenmeter zu Buche.

Die Knie haben sich bedankt und mir noch Tage später klargemacht, dass sie das nicht all zu oft mitmachen wollen.

Einen Abschluss hatte der Trek dann mit einem morgendlichen Bad in den heißen Quellen von Jhinu Danda gefunden.

Die folgenden vier Stunden Laufen gingen dan irgendwie wie von selbst. Highlight am Ende – die Busfahrt aus den Bergen zurück nach Pokhara. Auf dem Dach – the local way… Diesmal allerdings nicht auf befestigten Straßen sondenr auf Schotterpisten durch die Berge. Hier und da hunderte Meter steile Schluchten in die wir geblickt haben – die Straße war von oben nicht mehr zu sehen…

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„War es doch keine gute Idee hier oben mitzufahren?“ – Gestärkt wurde diese Frage immer wieder durch laute „go down“ Rufe, wenn mal wieder ein Stromkabel gefährlich nahe kam – jaja, es war ein genialer und nervenaufreibender Ritt – ein genialer Abschluss für ein noch genialeres Trekking!

Eine Antwort

  1. […] noch in Nepal zu bleiben, so muss ich auf jeden Fall das Trekking nochmal in Erinnerung rufen! Es war der Wahnsinn – speziell die letzten beiden Tage waren […]

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