Kennst du deine Grenzen?

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Kennst du deine Grenzen?

 

Kennst du sie? Wann hast du sie zuletzt überwunden?

 

Ich bin nun schon seit 22. Dezember in Thailand und habe es weitestgehend ruhig angehen lassen.

Das wildeste bis dato waren wohl rasante Scooter-Fahrten oder Sonnetanken ohne eincremen – wie ihr seht – ein Leben am Limit :)

 

Koh Tao – Perle im Golf von Thailand

 

Jetzt war ich aber diese Woche auf Koh Tao – einer kleinen Perle im Golf von Thailand. Hier war ich 2009 zuletzt mit Phil, um mein Australien-Jahr ausklingen zu lassen.

Damals war es die erste Station meiner Thailandreise. Mit dem Nachtboot ging es von Chumphon rüber, ein paar Tage tauchen und zack – weiter auf die Fullmoon Party nach Koh Phangan.
Doch dieses mal aber war Koh Tao anders – aufregender. Die meiste Zeit habe ich auf dem Scooter oder im bzw. unter Wasser verbracht.

 

Nachdem ich zum ersten Mal in meinem Leben vier Tauchgänge an einem Tag hatte dachte ich schon „Wow – geiler Scheiß“ – und war ziemlich platt am Abend.

 

Unter Wasser vor der Schildkröteninsel ohne Schildkröten

 

Mit dabei war auch ein Tauchgang auf 32,4 Metern – tiefer war ich vorher noch nie unten.

Da habe ich also eine Grenze überschritten – zum ersten Mal tiefer als 31 Meter – mit Sauerstoff wohl gemerkt.

 

Weitere Tage auf Koh Tao ließen dann die Frage aufkommen „noch mehr Tauchgänge machen oder was Neues ausprobieren?“

 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer Lust habe, neue, aufregende Sachen auszuprobieren, die vielleicht nicht bei jedem im CV stehen!

 

Apnoe [aˈpnoːə] griechisc:h πνοια ápnoia Nicht-Atmung

 

Ich hab‘ immer mal wieder Dokumentationen und Berichte über das Freitauchen, auch Apnoe-Tauchen genannt, gesehen. Hierbei handelt es sich um die älteste und ursprünglichste Form des Tauchens. Das Wort „Apnoe“ kommt aus dem Griechischen und beschreibt den Zeitraum des Luftanhaltens.

Menschen überwinden in der „No Limits“-Disziplin jegliche Grenzen und tauchen mit nur einem Atemzug in unvorstellbare Tiefen ab – der Rekord liegt hier bei über 200 Metern.

 

Also – „challenge accepted“!

 

Zwar waren in diesem Zwei-Tages Freediving Kurs „nur“ 20 Meter das Ziel, aber ich konnte mir noch nicht einmal vorstellen, dass ich a ersten Tag auf 12 Meter Tiefe kommen sollte. Nur mit dem Sauerstoff, der in meine Lunge passt – nix mit Flasche auf dem Rücken. Wo liegen da meine Grenzen?

Schnell wurde klar, dass es hier unglaublich auf Konzentration und Entspannung – das „Herunterfahren“ ankommt.

 

 

Into the Blue!!!

 

Mit verschiedenen Atemtechniken startete der Kurs ehe es direkt Mittags ins Wasser ging – zwei Stunden im Wasser, mitten im Meer! Sicht zum Boden? Klares Wasser? Fehlanzeige! Taucher, Boot, Bojen und ein 12 Meter langes Seil mit einem Gewicht am Ende. Atmen, langsam, relaxed….fünf Atemrunden, final Breath – und runter. Wow – 12 Meter! Done – und das schon beim dritten Mal abtauchen!

 

Am zweiten Kurstag dann neue, zusätzliche Atemtechniken, Sicherheitsaspekte, Rettung aus der Tiefe – raus aufs Meer!

 

Tiefblau, Plankton, eine Boje und diesmal ein 20 Meter Seil – das Ende? Hat man nicht gesehen, ebenso wenig die Tauchlehrer wenn sie unten waren um das Seil zu checken.

 

Unsicherheit und Ungläubigkeit machen sich in mir breit – der Respekt vor der Tiefe!

„Free-Immersion“ nennt sich die Disziplin – 20 Meter senkrecht nach unten – immer am Seil entlang.

Tief Einatmen, spüren wie die Lunge sich füllt, der Brustkorb sich anhebt – drei, vier, fünf Mal – letzter Atemzug und runter.

Es war wie am ersten Tag wieder der dritte Tauchgang – Stille – unglaublich, 20 Meter!

 

Mein persönlicher Tiefenrausch – Der Wow-Effekt

 

Keine Probleme mit dem Druck, keine Probleme mit der Luft – das hätte ich nie für möglich gehalten!

Nach dem „final Breath“ – die Hände am Seil, ein Griff nach dem anderen. Greifen und Ziehen – Druckausgleich – Greifen und Ziehen – Druckausgleich….

Alles mit geschlossenen Augen – es geht ja darum den Körper runterzufahren, sich beruhigen, keine Energie verschwenden, keine Luft.

 

Der Moment in dem ich das Gewicht spürte – „WOW“! Das Seil war zu Ende – 20 Meter waren erreicht – es fiel fast schwer ruhig zu bleiben. Aaaaber – relaxe… ein kurzer Blick nach oben „WOW“ – langsam zurück nach oben!

 

Da man während des gesamten Tauchvorgangs nicht ausatmet bleibt die Luft in der Lunge. Dadurch funktioniert der Körper wie ein Ballon – Auftrieb – zurück an die Wasseroberfläche… Recovery Breathing…. „WOW“!

 

Ich war überwältigt, da ich nie gedacht hätte, dass diese Tiefe nach nur zwei Tagen Kurs für mich machbar ist. Aber durch Konzentration, Wille und innere Ruhe war es tatsächlich möglich! Nochmal – „WOW“!

 

Lass dich nicht durch den Gedanken „das schaffe ich niemals“ von etwas abhalten – versuch es, glaub an dich und du wirst belohnt werden!

 

Grenzen scheinen also tatsächlich zum überwinden da – wo sind deine Limits?

 

 

 

 

3 Antworten

  1. Weiist Du, eigentlich hast recht mit dem was Du machst, aber Du musst auch mich verstehen. Genieß die Zeit, pass auf Dich auf und vergiss das Heimkommen nicht.
    Hier sind Menschen, die sich verdammt freuen Dich bald gesund und munter zu sehen.
    Bin verdammt stolz auf Dich !!

  2. Ich habe letzte Woche deinen Aufkleber gefunden auf dem John Suwan Viewpoint in Koh Tao =D Ich werde deinen Blog auf jedenfalls verfolgen! Wir werden im Oktober 18 auch auf eine Weltreise gehen.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    • Na, das freut mich, dass der da noch immer klebt :) ich hoffe ihr habt Koh Tao auch genießen können und hattet noch einen schönen Urlaub!?
      Weltreise klingt super, da habt ihr auch noch schön Zeit zur Vorfreude :) Liebe Grüße aus Chiang Mai

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