Tattoo Roundup – Wenn Reisen unter die Haut geht – 2

Eingetragen bei: Inspiration | 2

Welcome to my Tattoo Roundup Part 2

And again, the question…

What’s the story behind your tattoo?

Nachdem ich Ende März den ersten Teil zu meinem Tattoo Roundup rausgehauen habe gibt es jetzt Nachschub!

 

Ein Paar reist um die Welt

Sara und Marco sind seit Januar 2016 als digitale Nomaden unterwegs. Wohnung, Auto und alles anderes – weg – nur noch die beiden und die große, weite Welt. Auf ihrem Blog Love and Compass schreiben sie über das Reisen als Paar, sowie den Weg zu einer erfüllten Partnerschaft. Somit haben die beiden wahrscheinlich Deutschlands ersten Blog von einem Paar für Paare.

Marco: Ich lasse mich schon seit ich 18 bin regelmäßig tätowieren und bin dementsprechend „voll“ an gewissen Stellen. Sara hat dagegen erst ein paar kleinere Motive und ist durch mich zum Tätowieren gekommen. Als wir dann letztes Jahr unsere 4-Wöchige Thailandreise in Angriff nahmen, war mir sofort klar: wir müssen uns in Bangkok tätowieren lassen! Und so kam es dann auch. Wir kamen bei Od’s Tattoo Studio unter, der zwar westliche Preise hat, dafür aber auch sehr, sehr gut ist. Sara hat sich dort eine Lotusblüte im modernen Japan-Stil stechen lassen, unter der in thailändischer Sprache das Wort „Familie“ geschrieben steht. Da Sara ein unglaublicher Familienmensch mit einer riesigen Familie ist, wollte sie ihre Liebsten „immer mit dabei“ haben. Auch wenn wir gerade am anderen Ende der Welt sind. Die Lotusblüte steht dagegen für das blühende Leben. Ein Leben in dem alles möglich ist, wenn man es unbedingt will und sich nicht von Nein-Sagern unterkriegen lässt.

 

Sara1

 

Ich habe mir dagegen einen Oni stechen lassen. Oni’s standen in den ganz früheren japanischen Legenden für gutmütige Wesen, die die Tore der Hölle bewachten um böse Geister nicht in die Welt hinaus zu lassen. Mittlerweile ist das ein bisschen anders und der Oni wird bereits seit mehreren Jahrhunderten gerne mit dem japanischen Teufel oder einem bösen Dämon assoziiert. Was auch immer es nun wirklich ist, für mich steht das Tattoo für eine schwere Hautkrankheit die ich bekämpfen musste. Allerdings war die Hautkranktheit auch eines der besten Geschenk die ich jemals bekommen habe. Seit dem weiß ich mein Leben endlich zu schätzen und habe es um 180 Grad gedreht. Für mich ist der Oni also Dämon und Wächter zugleich. Beide Tattoos wurden mit einer normalen Tattoo-Maschine gestochen.

 

marco 1

 

Dieses Jahr haben wir uns dann auf der thailändischen Insel Koh Chang wieder unter die Nadel gelegt. Doch dieses mal war es kein normales Tattoo mit einer Maschine. Wir haben das ganze nämlich per Hand und Stecken machen lassen. Ein so genanntes Bamboo-Tattoo. Unser Erstes! Und es hat deutlich weniger weh getan, als ein Tattoo das per Maschine gestochen wird. Der Name des Tattoostudios? Ehrlich gesagt – keine Ahnung. Es war nur ein winzig kleiner Raum mit vielleicht 3 m². Nicht mal ein Klo gab es. Da wir aber nur gutes von anderen Reisenden gehört haben und auch das Facebook Profil vom Künstler überzeugen konnte, viel uns die Entscheidung dann doch relativ leicht. Das Motiv ist unser „Verlobungsring“, als auch unser Lebensmotto zugleich: „Wir haben die Kraft dieses Leben frei und schön zu machen. Dieses Leben in ein wundervolles Abenteuer zu verwandeln.“ Kurz zur Erklärung: Drei Wochen zuvor habe ich Sara bei einem Sonnenuntergang am Meer einen Heiratsantrag gemacht. Und da wir so gar nicht auf Verlobungsringe und den üblichen Schnick-Schnack stehen, haben wir uns eben etwas anderes überlegt. Und das ist dabei herausgekommen:

 

partnertattoo

 

Die beiden haben aber wie gesagt noch deutlich mehr zu bieten als ihre Tattoos – am besten checkt ihr imer fleißig die Facebook und Instagram Accounts der beiden.

 

 

Bamboo Tattoo – darf es bisschen mehr sein?

Stephan (Bibo) und Tanja schreiben auf ihrem Blog Auszeitnomaden über ihre regelmäßigen langen und auch kurze Auszeiten vom Berufsleben, seitdem ihre Kinder aus dem Haus sind. Die beiden haben sich in die südostasiatische Region verliebt und bereisen diese nun seit 5 Jahren.
Beide sind ein wenig verrückt wie sie sagen und mögen es sehr bunt durch das Leben zu laufen. Was bietet sich da besser an, als Tätowierungen zu tragen? Somit ließen sie sich im Laufe ihres bisherigen Lebens immer mal wieder in Deutschland tätowieren.

Wichtig ist ihnen dabei, dass es sich um Tätowierungen handelt die einerseits signifikant sind, aber auch deren Persönlichkeit wieder spiegeln. Also durften die beiden bei diesem Roundup auf keinen Fall fehlen!

Doch wie kam es zum Tattoo Urlaub?
„In unserem ersten Thailand Urlaub lernten wir einen Bamboo Tätowierer aus Chiang Mai kennen und ließen uns unser erstes ‚Reiseandenken‘ stechen. So ziert zum Beispiel dieses Blumenband Tanja’s Handgelenk.

 

Auszeitnomaden-Bild-1

 

Orchideen gibt es viele in Thailand und ist passig zu den Frauen auf Bibo’s Bein…

 

Auszeitnomaden-Bild-2

 

Über ein Bamboo Tattoo haben wir in all den Jahren immer mal wieder nachgedacht, denn gerade die traditionelle Technik faszinierte uns. Leider muss man in Deutschland für diese Art der Technik langfristig sparen, aber wie ist es mit so einer bunten Sucht? Genau, man möchte es doch am liebsten gleich umsetzen können!! Somit reifte die Idee eines Tattoo Urlaubes immer mehr heran.
Wir hatten Glück, dass sich in all den Jahren nie der Kontakt zum Tätowierer aus Chiang Mai verlor und so mailten wir uns schließlich.
Zum vierten Auftakt in Thailand ging es somit in den ersten zwei Wochen zum tätowieren. Da wir den Buddhismus faszinierend finden, handeln unsere tief gehenden Bemalungen auch um diesen.

 

Auszeitnomaden-Bild-4

 

Nach einer Woche 7 Stunden täglicher Arbeit, war das Wunderwerk auf Bibo’s Arm vollbracht…

Wir tragen unsere Reisetätowierungen voller Liebe und Stolz. Wenn es sich eines Tages ergeben sollte, würden wir wieder einen Tattoo Urlaub machen, auch wenn dieser teilweise sehr anstrengend und schmerzhaft war, da wir täglich an die 7 Stunden gestochen wurden. Es hat sich auf alle Fälle gelohnt und was kann es schöneres geben, als ein Tattoo, welches einen an diese wunderschöne Zeit in Thailand erinnert?
Einige freie Körperstellen haben wir noch und die nächste Reise ist bereits geplant….. !!

Schau auf jeden Fall mal bei Facebook und Instagram vorbei und seid gespannt wann sich die Beiden das nächste Mal stechen lassen!

 

Ben und Tattoos? Of course!

Den dritten und letzten Part dieser Runde möchte ich mit meinen eigenen kleinen Erinnerungen abschließen.
Eigentlich hatte ich nie groß über Tätowierungen nachgedacht muss ich zugeben – bis ich von 2008 bis 2009 in Australien war und mit meinem Work and Holiday Visum eine großartige Zeit erlebte. Diese Reise hat mich damals auch infiziert – seitdem habe ich das Thema Pauschalurlaub für mich größtenteils abgehakt.
Als Erinnerung an diese genialen Monate Down Under habe ich mir 2010 auf der Tattoo Convention von einem australischen Künstler das Southern Cross stechen lassen.
IMG_20160411_081930[1]
Und wer sich einmal tätowieren lässt, der kann schwer nein sagen, wenn die Nadel wieder bereitliegt. So kam es 2014 zu meinem ersten Iranaufenthalt. In dieser Zeit hatte ich etwas mit mir selbst zu kämpfen und wollte in diesem wunderbaren Land abschalten und etwas Kraft tanken. Und mit diesem Trip kam die Idee des zweiten Tattoos.
So haben die Wörter „Kraft, Stärke und Hoffnung“ in persischer Kalligrafie seit zwei Jahren ihren Platz auf meinem Körper.
IMG_20160411_083122[1]
Als das „Fernwehgen“ mich dann letzes Jahr dazu bewogen hat mir mal eine Auszeit zu gönnen, führte mich mein Weg wie ihr wisst unter anderem nach Bali.
Es ist schwer zu beschreiben welches Gefühl mir diese Insel vermittelt hat – aber ich spürte, dass es Zeit für ein weiteres Tattoo war. Reisen und fremde Kulturen entdecken bedeuten für mich Freiheit. Aber was ist gerade für deutsche Staatsangehörige mitunter die größte Freiheit? Genau, unser Reisepass – er ermöglicht es uns, problemlos die ganze Welt zu bereisen.
Was liegt also näher als diese Freiheit stets mit sich zu tragen? Und zwar nicht in form des Passes selbst sondern als Tattoo?
Somit habe ich mir im Laskar Tattoo Studio in Canggu meine beiden Reisepassnummern stechen lassen. Die erste Nummer gehört zu meinem abgelaufenen Reisepass der mich nach Australien gebracht hat – darunter kam dann die aktuelle Nummer.
IMG_20160411_081659[1]
Und wie es mit dem Planen und Umplanen seit meinem Reisebeginn ist, so ist es auch mit dem Roundup hier – eine etwas längere und besondere Geschichte möchte ich euch im dritten und letzten Part des Roundups erzählen – seid gespannt!

2 Antworten

  1. Uuuiiii, wie schön! Tolle Sammlung, auch der erste Teil! Ich bin gespannt auf den nächsten. Dein Reisepassnummerntattoo finde ich ja mal super. Das Gefühl für das nächste Tattoo kenne ich nur zu gut, hab mich auch schon öfters auf Reisen tätowieren lassen, einfach weil es mal wieder Zeit war und weil es einfach gepasst hat und sein musste! Ich bin jetzt seit über 4 Monaten unterwegs und würde soooo gerne was neues auf der Haut haben, da ich aber nur in warmen Ländern unterwegs bin und weder auf’s Baden noch auf’s Surfen verzichten will, geht das wohl grad nicht… Wie gesagt, ich bin gespannt auf den nächsten Teil!

    • Hey Candy,

      freut mich, wenn dir die Tattoosamlung gefällt! Bin gespannt ob mir auch bald wieder was einfällt…Platz ist ja noch genug.
      Dir viel Kreativität für das nächste Tattoo – bin mir sicher irgendwo versteckt sich zwischen den Wellen ein Zeitloch, das das Stechen zulässt :)

Hinterlasse einen Kommentar