Tattoo Roundup – Wenn Reisen unter die Haut geht – 1

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Du hast’n Tattoo? Gibt’s da auch ne Story dazu oder haste dir einfach was stechen lassen?

Jeder der sich schonmal unter die Nadel gelegt hat wird diese Frage wohl all zu gut kennen. Und da mir in den letzten Monaten unterwegs immer mehr Menschen die Geschichte hinter ihren Tattoos erzählt haben, kam mir da eine Idee…

„Warum nicht mal ein Roundup zum Thema Travel & Tattoos“

Immerhin kennen wir ja alle die Posts à la „Die 10 besten Strände in…“ oder die „Die Top Sieben in Pokhara“, also war es mal an der Zeit für ein Roundup mit einer etwas erfrischenderen Thematik.

Und ich freue mich riesig, dass neben inspirierenden Personen denen ich schon lange selbst folge, auch geniale Leute dabei sind die ich in den vergangenen Monaten unterwegs kennengelernt habe oder mit denen aufgrund der gemeinsamen Leidenschaft des Bloggens und des Reisens Kontakt zustande kam.

I AM SO GLAD THAT YOU JOINED THIS ROUNDUP!

Zuerst wollte ich alle Beiträge in einen Post packen muss ich ja zugeben. Aber das wäre dann wohl doch etwas viel Text geworden und außerdem wäre das den einzelnen Stories absout nicht gerecht geworden. Also habe ich mich dazu entschlossen das Ganze etwas zu splitten.

Der zweite Part wird überwiegend englischsprachig sein und geht online wenn ich bereits im Iran bin…ick freu mir!!!

Aber jetzt erst einmal auf in Runde 1!

 

Ladies first – Pana: sie ist der geniale Kopf hinter TakeOffandTravel ! Einmal mit dem Surfen angefangen und nie wieder aufhören können – das ist Pana, die ihrer Leidenschaft aktuell in Neuseeland nachgeht. Auf Ihrem Surf-Weltreise Blog gibt Sie Tips rund ums Surfen und gibt euch wunderbare Einblicke in diese Welt!

Aber was hat der Kookaburra auf ihren Rippen mit dem Surfen zu tun?

Bild Kookaburra

„Dieses Tattoo ist ursprünglich meiner großen Reise um den Globus 2010 gewidmet: Hauptsächlich Australien mit anschließender Weiterreise über Neuseeland, Fijis, Kalifornien und New York. Es war die erste richtig große Reise alleine und sie hat sehr viel bei mir bewegt: Ich habe das Reisefieber bekommen, habe mich so frei wie noch nie gefühlt und das Wichtigste: Ich lag das erste Mal auf einem Surfbrett in Byron Bay in Australien. Der Kookaburra erinnert mich an diesen Trip. Es handelt sich dabei um einen Vogel, der nur in Australien existiert. Für mich ist er besonders, weil er viele interessante Charakteristika hat, die diesen Trip beschreiben und die auch in meinem Leben eine große Rolle spielen. Weiter ins Detail will ich aber nicht gehen, denn Tattoos sind für mich wie kleine Rätsel oder Geschichten und sollen den Betrachter zur eigenen Deutung anregen. Schließlich ist das Kunst und die soll ja auch Interpretationsspielraum lassen, richtig? Stechen lassen habe ich es mir übrigens von Marco Hense, der mittlerweile in Würzburg arbeitet. Guter Typ, schaut euch mal seine Arbeiten an.“

Geschichten aus Südamerika – Von Ideen und Tattoos

Gestatten, Marcus alias Mogli! Manche beschreiben ihn als verrückt, doch was bedeutet es schon verrückt zu sein!? Er ist Abenteuer-Reise-Blogger auf ViajeroMogli.de, wo er über seine Erlebnisse in aller Welt, Wissenswertes zum Thema Backpacking, Langzeitreisen und dem Reiselifestyle berichtet. Un dzu diesem Lifestyle gehören auch ganz klar Tattoos!

Sie sind für ihn eine Art Ausdrucksmedium, bzw. eine geschichtliche Timeline, welche ihn an verschiedene Erlebnisse in seinem Leben erinnert! Aktuell hat er vier verschiedene Tattoos, welche alle direkt mit seinen Reisen verbunden sind. Und es werden sicherlich noch welche dazukommen, da ist er sich sicher!

„2009 habe ich ein EFD (Europäischen Freiwilligen Dienst) in Argentinien absolviert während dessen ich mit 50 anderen Deutschen in Sozialen Projekten rund um Cordoba untergebracht war. Eine einzigartige und für mich die erste Erfahrung außerhalb Europas. Ich war fasziniert von der lateinamerikansichen Kultur und somit auch angesteckt mit dem Reisefieber.
Da ich schon immer ein Tattoo haben wollte, dachte ich mir, jetzt ist der richtige Moment um dieses Erlebnis festzuhalten. Gesagt getan, ein paar Wochen vor Abreise aus Argentinien habe ich mir diese Echse „Iguana“ in Cordoba ein wenig modifiziert und stechen lassen. Ich liebe Echsen.“

Iguana

Nach meiner Erfahrung in Argentinien und meinen Reisen nach Uruguay, sowie Brasilien war ich wieder zurück in Nürnberg, wo ich Soziale Arbeit studiert habe. Ich wollte weiter machen und die Welt bereisen, doch das war zu dem Zeitpunkt nicht wirklich möglich. Also musste ein neues Tattoo her um dies zu ‚untermalen‘ – gestochen wurde es in Nürnberg.
Meine Idee hinter der Weltkarte war, alle Landeslinien einzubinden und jedes Land, welches ich bereist habe, auszumalen. Doch leider ist mein Bein zu klein und somit wäre nicht jedes Land ordentlich zu sehen. So entschied ich mich, nur die Kontinente zu zeichnen, als Symbol für mein Reisefieber und die Wanderlust. Bis heute habe ich noch nicht genug davon und muss sagen, ich liebe meine Weltkugel. Jeden Tag darf ich mit ihr an meinem Bein durch die Welt laufen und neues entdecken! Ideen bestehen jedoch schon, wie ich die Länder anzeigen kann, die ich bereits bereist habe.

Worldmap - Foto von La Tona

„Im Oktober 2014 habe ich mich mit einem One-Way-Ticket auf die Reise nach Costa Rica begeben. Ich wusste nicht wo mich meine Flügel hintragen würden, ich wusste nur, ich muss die Welt entdecken, neue Kulturen kennenlernen und das Ganze im Ultra-Low-Budget Modus. In den ersten Monaten habe ich in einem Hostel in Tamarindo, Costa Rica gearbeitet. Eines Tages kam ein Latino mit seiner Freundin vorbei. Sie reisten ebenso wie ich um die Welt und boten ihre künstlerischen Fähigkeiten an, um Wände zu verschönern. Ein traumhafter Künstler. Nach kurzem Smalltalk kamen wir auf das Thema Tattoo. Ich berichtete von meiner Idee, die ich bereits drei Jahre zuvor hatte, als ich in der Dominikanischen Republik mit Straßenkindern gearbeitet habe. Gesagt getan und ein paar Tage später hatte ich meinen Sonnengott (Dios del Sol) der Tainos (Ureinwohner der Karibischen Inseln) in meinem Nacken. Genau wie im Jing-Jang gibt es zwei Seiten. Der untere Teil ist mit Flammen versehen und der obere Teil mit Sonnenstrahlen. Es steht für das Gute und Schlechte. Jede noch so dunkle Nacht wird abgelöst von einem sonnigen Tag…“

Dios del sol - Vorlage

„Zu guter Letzt: ViajeroMogli, mein Abenteuer-Reise-Blog. Angefangen zu bloggen habe ich bereits in Costa Rica. Doch als ich mich dann in der Dominikanischen Republik dazu entschlossen habe, das Bloggen zu leben, habe ich es für mich fest gemacht. ViajeroMogli.de ist geboren.
Ein Freund von mir aus der DomRep ist Graffiti-Künstler und Tätowierer. Als ich ihm von meiner Idee erzählte, mein Logo tätowieren zu lassen, war er begeistert und wollte mich sofort unterstützen.
Mein Logo auf meinem Körper steht für mich für eine neue Ära in meinem Leben. Einen festen Entschluss den ich für mich selbst gesetzt habe und welchen ich verfolge…

Logo - ViajeroMogli

Übrigens… Sein neustes Projekt ist eine Tour mit seinem Oldtimer VW Bus, Balu. Auf LifeofBalu.com begeben sich beide auf das Abenteuer und machen sich auf die Suche nach dem Licht…und in 2017 wirst du dann eine Van Lifestyle Doku in deutschen Kinos bestaunen dürfen! Bis dahin müsst ihr euch mit Posts auf Facebook & Instagram begnügen.

Die Kraft des Sak Yant

Und zum guten Abschluss möchte ich euch noch eine wahnsinnig inspirierende Travel-Bloggerin vorstellen!

Es geht um Kristins Tattoo Muse Yvonne, von Just Travelous – die beiden teilen eine ganz besondere Erinnerung!

Reisesüchtig. Schuldig im Sinne der Anklage. Sehr wahrscheinlich fällt sie gerade irgendwo von einem Kamel, wird von einer Kobra angespuckt oder schleppt ihr Gepäck durch einen Fluß im Dschungel. Es könnte allerdings auch gut sein, dass sie gerade im Schlafanzug auf ihrem Sofa in Berlin sitzt. Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin. Und überall hört sich irgendwie viel spannender an. Seid travelous und folgt ihr!

sak yant

„Alle meine Tattoos haben eine tiefere Bedeutung, sie symbolisieren die Dinge, an die ich glaube, die mir Hoffnung und Halt geben. Das Sak Yant, das ich mir 2012 im Wat Bang Phra haben machen lassen gehört da genauso dazu. Ich mag die Spiritualität, die hinter den Sak Yants steht. Die Idee, dass mich dieses Tattoo beschützt finde ich großartig. Der Tag, an dem ich mit Kristin zusammen zum Wat Bang Phra gefahren bin, wie die Sonne über den Reisfeldern aufging und die Atmosphäre in dem Raum wo wir zusammen mit einigen thailändischen Männern zusammen auf den Mönch gewartet haben – diese Momente werden ich mein Leben lang nicht vergessen.“

Yvonne Zagermann und Kristin Addis

 

Part 2 is coming soon :)

 

5 Antworten

  1. Hey Ben,
    erst einmal vielen Dank das ich bei deinem Round-Up dabei sein darf!
    Er ist super toll geworden und ich bin mega gespannt auf die weiteren Geschichten hinter all diesen Tattoos…
    Hoffe das deine eigene Geschichte auch noch kommt!?
    Beste Grüße
    Mogli

  2. Hola,
    nee, nee – danke, dass du dabei warst bzw. bist!
    Meine Geschichte kommt ganz zum Schluss, mir geht es ja in erster Linie um eure Geschichten :)
    Cheers aus Dubai

  3. Hallo Ben,

    das ist ja mal ein cooler Round Up für nen Reiseblogger !
    Als Tattoo-Junkies haben wir uns nicht nur nen Urlaubstattoo geholt, sondern gleich nen Tattoo-Urlaub gemacht.
    Da wir Bamboo Tattoo schon immer mal ausprobieren wollten, gab es gleich nen ganzen Tattoo-Urlaub.
    Thailand 2014, 1 Woche Chiang Mai und nen kompletten Armsleeve für Bibo.
    War wirklich eine Grenzerfahrung, 6 Tage, 7 Stunden täglich und schon war der Arm fertig.
    Seit dieser Erfahrung stehen wir voll auf die Bamboo Tattoos aus Südostasien.

    Liebe Grüße
    Bibo & Tanja

  4. Hey ihr Zwei,

    freut mich, dass euch das Thema gefällt – „das ist mal was anderes“ dachte ich mir :)

    Liebe grüße
    Ben

  5. Wunderschöne Tattoos!
    Danke für die tollen Geschichten dahinter.
    Liebe Grüsse,
    Claudia

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